Hoi An – eine Altstadt zum verlieben
Busfahrten sind in Asien immer ein Abenteuer, das habt ihr wahrscheinlich schon bemerkt, aber diese war mal wieder ein Highlight. Los ging es mit einer gratis Stadtrundfahrt durch Dalat, da wir noch einige Passagiere einsammelten, uns konnte man leider nicht einsammeln, nun gut. Bei dieser Fahrt die Augen zu zu machen, wäre eindeutig zu schade. So führte uns die kurvige Strecke durch die wundervolle Landschaft Vietnams. An vielen Ecken sahen wir Wasserfälle, die grünen Berge und Reisfelder. Einfach faszinierend, wie facettenreich dieses Land doch ist.
All das konnten wir aus unserem Busfenster betrachten, bis es zum großen Knall kam. Ein Steinschlag an Janas Fenster brachte die komplette Scheiben zum reißen. Das ist in Asien natürlich kein Grund anzuhalten, stattdessen wird die Fahrt mit komplett zerplatzter Scheibe bis zur nächsten Rast durchgezogen. Nein, auch die allmählich rausfallenden Scherben bringen einen Bus nicht zum anhalten.
Am Rastplatz war unser Bus der absolute Hingucker und dabei blieb es auch. Es wurde geguckt und weiter ging die Fahrt. Erst während der Fahrt kam dem zweiten Busfahrer die Idee, die Scherben einfach rauszuschmeißen. Auch dafür braucht man nicht zu halten.
So erreichten wir nach 5 Stunden Fahrt mit viel frischer Luft Nha Trang wo es mit dem neuen Nachtbus weiter nach Hoi An ging.
Um 6 Uhr morgens kamen wir Hoi An an. Eine Unterkunft hatten wir noch nicht gebucht, so tranken wir erstmal einen Kaffee im nächsten Café und buchten ein Hotel direkt um die Ecke, bei dem wir auch um kurz nach 7 schon einchecken konnten.
Hoi An ist ein kleines Örtchen mit einer süßen Altstadt und tausenden von bunten Lampions.

Es macht einfach nur Spaß durch die kleinen Gässchen zu laufen, im dunklen noch schöner als im hellen. Und es gibt jede Menge ansprechende Cafés, die zum Verweilen einladen.

Ebenso ist Hoi An bekannt für die Tailors. Die Geschäfte reihen sich aneinander, so wurden wir auf dem Weg in die Altstadt von einer nette Dame angesprochen und schwups saßen wir schon in ihrem Shop und blätterten durch die Kataloge. Dabei wollten wir uns gar keine Klamotten schneidern lassen. Nach 10 Minuten blättern konnten wir uns dann höflich aus dem Staub machen.


Doch heute war wohl so ein Tag, als hätten wir auf der Stirn stehen: sprecht uns an und verkauft uns was. Es dauerte nicht lang, da wollte man uns auf der Straße die Augenbrauen mit Fäden zupfen. Bina nahm das Angebot für 2$ dankend an. Alle guten Dinge sind 3, so schaffte es schließlich eine Dame uns massgefertigten Flipflops aus echtem Leder zu verkaufen. Da wir eh neue brauchten, ließen wir uns die Füße vermessen, suchten uns die Farbe und das Leder aus und konnten die Flipflops ein paar Stunden später schon abholen.

Am Abend ist rund um den Fluss viel los. Vorallem werden dort unzählige Bootstouren verkauft und die sogenannten Lichterfrauen verkaufen schwimmende Lämpchen. Die ganzen Lichter und Lampions geben ein tolles Bild ab.

Hoi An hat uns mit seinem Charme fasziniert und ist auf jeden Fall eine Reise wert. Für uns gehts jetzt weiter in die Hauptstadt Hanoi.








