Cameron Highlands – Ein Meer grüner Berge

Der letzte Abend zeigte bereits das Taxifahren hier sehr günstig ist. So fuhren wir vom Hostel mit dem Taxi zum TBS, von welchem der Bus zu den Cameron Highlands startete. TBS ist ein riesiger Busbahnhof der einem Flughafen ähnelt.
Auch hier hatten wir wieder einen super komfortablen Bus, der sogar 2 Filme während der Fahrt zeigte.
Nach 5 Stunden Fahrt und einigen vielen Kurven kamen wir in den Highlands an.

Tanah Rata ist ein kleiner Ort, den man schnell zu Fuß ablaufen kann. So erreichten wir innerhalb von 2 Minuten unser Hostel Orchid Haven, indem man uns herzlich empfing. Im Ort verglichen wir einige Anbieter für die Tour am nächsten Tag. Entschlossen haben wir uns für einen Halbtagesauflug für 45 MYR (9,48€).

Unser Ausflug startete um 8:45 Uhr direkt an unserem Hostel. Mit 8 weiteren Travellern kamen wir schon nach kurzer Fahrtzeit in den Teeplantagen an. Wir standen mitten in einem Meer voller Teepflanzen und waren beeindruckt von der ganzen Landschaft. Hier strahlte das Grün in allen Facetten. 

Es ging weiter hoch hinaus zum Mount Brinchang auf 2032m. Durch den Aussichtsturm erklungen wir weitere Höhenmeter und waren den Wolken ganz nah.

Heil vom Aussichtsturm runtergekommen besuchten wir den Mossy Forest für ein kurzes Trekking.

Ein Besuch der Tea Factory durfte auch nicht fehlen. Nach einem kleinem Rundgang und einer Tasse Tee ging es weiter zur Butterfly Farm. Für 7 MYR konnte man nicht nur Schmetterlinge, sondern auch Schlangen, Skorpione, Kröten und weitere Tiere besichtigen. Der Ausflug endete mit einem Abstecher in der Strawberry Farm. Hier wuchsen Erdbeeren soweit das Auge reichte und man konnte diese auch selbst pflücken. Wir entschieden uns jedoch für ein Strawberryeis – sehr lecker!


Am Nachmittag regnete es in Strömen und wir verweilten gemütlich in einem Café.

Am nächsten Tag frühstückten wir gleich zweimal, weil das erste Frühstück ein absoluter Reinfall war. Auch wenn das zweite Frühstück nicht wirklich besser war, starteten wir einigermaßen gestärkt unsere Wanderung auf eigene Faust zu den Teeplantagen. Mit der Hilfe der App maps.me, die einem auch offline die Routen anzeigt, machten wir uns auf den Weg. Nach kurzer Zeit erreichten wir den ersten Pfad zum Wald. Hier ging es über Stock und Stein an einem Fluss und einem kleinen Wasserfall vorbei. Eine malaiische Familie begleitete uns dabei.

Der Vater der Familie machte noch Scherze über Tiger im Wald, bis wir auf der Straße eine aufgeplatzte Schlange sahen. Ein Bild davon wollen wir euch hier ersparen, da wir selber keins davon machten, weil es zu eklig war. 

An einer Kreuzung hatten wir nun zwei Möglichkeiten: Weiter auf der Hauptstraße entlang oder den Jungle Walk No. 1. No Risk no Fun, wir nehmen Jungle Walk. Unsere Euphorie schwachte schon am ersten Hindernis ab. Steil Berg ab um den Bach zu überqueren ging es auf der anderen Seite einen Hang wieder hinauf. Mit Hilfe eines Taus erklungen wir den Hang. Oben angekommen standen wir vor unserem nächsten Problem. Hier gabelte sich der „Weg“. Alles war vollgewuchert, matschig und wurzelig. Es war absolut nicht ersichtlich in welcher Richtung es weitergehen sollte. Die Erinnerung an die Schlange und die Vernunft führte uns zum Umkehren.


Nach ca. 8 Kilometern Hauptstraße Berg auf erblickten wir das satte Grün der Teeplantagen. Der lange Marsch hat sich gelohnt, denn die Aussicht war traumhaft.

Für weitere Besucher der Teefelder, waren wir wohl ein ganz besonderes Highlight, denn auch hier wollten die Locals wieder Fotos mit uns machen.

Aufgrund der aktuellen Regenzeit (Dezember, Januar) regnet es Nachmittags meist sehr stark. So traten wir den Rückweg an. Entlang am stockenden Verkehr schenkten die Menschen uns aus den Autos ein Lächeln, winkte uns zu oder grüßte uns herzlich. Irgendwie schafften wir es trotz App uns zu verlaufen und wurden von dem Regen erwischt.
Wir erkundigten uns schließlich bei einem Einheimischen nach dem Weg, dieser zögerte nicht lange und bot uns an uns mitzunehmen. Auch dieser Moment zeigte uns wieder die Hilfsbereitschaft der Einheimischen.