Kuala Lumpur – die Stadt, die immer steht
Wo fangen wir hier bloß an!?
Am besten bei der Fahrt von Singapur nach Kuala Lumpur (KL), die eigentlich nur 5 Stunden dauert. Los ging es um 3:30 pm vom Golden Mile Complex. Wir waren angenehm über den Komfort des Busses überrascht. Die Sitze waren sehr breit und wir hatten viel Beinfreiheit, es war angenehmer als im Flieger. Allerdings ließ sich die Klimaanlage nicht ganz ausstellen, sodass es doch sehr kalt im Bus war, wir hatten Gott sei dank unsere Jacken dabei. Der erste Stau ließ nicht lang auf sich warten. Nachdem wir diesen überstanden hatten, erreichten wir die Grenze nach Malysia und mussten zur Passkontrolle. Hier standen wir 1,5 Stunden in der Schlange zur Passkontrolle. Nach dieser Tortur konnten wir wieder in den Bus. Gerade hatten wir es uns gemütlich gemacht, mussten wir diesmal samt Gepäck den Bus verlassen. Hier erwartete uns eine weitere Schlange zur Gepäckkontrolle und für den Einreisestempel. Nach einer weiteren Stunde und 2 neuen Stempeln im Pass konnte die Fahrt dann richtig losgehen, bis zum nächsten Stau. Nach einigen Stunden und der Hilfe eines Locals, der noch mit dem Busfahrer ausmachte uns eine Station näher an unser Hostel -PODs- zu fahren, erreichten wir dann um 1:30 am unsere Unterkunft.
Nach der langen Fahrt entschieden wir uns erstmal auszuschlafen. Am Bahnhof (KL Sentral) fanden wir ein kleines Café, wo es Croissant und frischen Kaffee gab (endlich mal was anderes als Toast) und das für unschlagbare 4€. Wir machten uns auf den Weg nach Batu Caves und waren von den Verhaltensregeln in der Bahn sehr überrascht. Hier gibt es Frauenabteile und einige Sachen sind verboten, u.a auch küssen.
Die Batu Caves sind Kalksteinhöhlen in der Nähe von KL. In diesen Höhlen befinden sich einige Hindu-Tempel.
Auf dem Platz vor den Höhlen wimmelte es nur von Tauben und Affen, wir wagten uns über den Platz und erklimmenden die steile Treppe hoch zu den Felsen. Hier fanden wir wieder Tempelfiguren und weitere Affen vor. Nebenan gab es noch eine Höhle mit Schlangen, Fledermäusen und weiteren Ungeziefern zu besichtigen, doch darauf verzichteten wir gerne.
Danach entschlossen wir uns Chinatown zu besichtigen und machten uns zu Fuß auf den Weg. Im Nachhinein war das vielleicht nicht unsere beste Idee. Wir irrten eine Stunde durch die Gegend bis uns ein netter Inder den Weg weißte. Angekommen in Chinatown wurden wir von der Auswahl an verschiedensten gefälschten Markenklamotten und Accessoires erschlagen. Cheap, cheap, cheap ertönte es aus jeder Ecke.
Nachdem wir es aus dem Getümmel geschafft hatten fanden wir den Kasturi Walk, hier gibt es weitere Stände, die aber nicht so überlaufen sind und auch eine ruhigere Atmosphäre ausstrahlen. Weitere Shoppingmöglichkeiten bieten sich direkt im Central Market nebenan. Der Vorteil hier, es ist klimatisiert!
Nach unserem Marsch am Vortag entschieden wir uns erneut für eine Sightseeingtour per Bus – ganz schlechte Idee! Durch den enormen Verkehr in der Stadt dauerte es über 3 Stunden, bis wir die Tour einmal komplett ohne auszusteigen abgefahren sind. Die Sehenswürdigkeiten waren vom Bus aus auch leider keine Highlights. Nach dieser anstrengenden und frustrierenden Fahrt, belohnten wir uns mit einem Eis und gingen in Chinatown shoppen. Mit den GO KL Bussen gelangt man in KL UMSONST von A nach B. Hier fahren einige Linien. Wir nutzten von Chinatown die Purple Line um nach Bukit Bintang zu gelangen. Auf der Jalan Alor reihen sich etliche Restaurants und Stände aneinander. Man findet hier sämtliche malaiische und chinesische Köstlichkeiten für nur wenige malaysische Ringgit.
Gut gestärkt machten wir uns auf zur Menara KH Helipad Bar. Eine Skybar im 34. Stockwerk, die einen 360 Grad Ausblick über KL bietet. Die Bar verlangt keinen Eintritt, aber ein Getränk ist Pflicht. Hier haben wir den Abend gemütlich ausklingen lassen und die Ruhe genossen. Unser Highlight des Tages!

Unser Hostel liegt direkt in Little India, so entschieden wir uns den Tag hier zu starten und schlenderten durch die Straßen mit dem bunten Bögen.
Von dort probierten wir nochmal unser Glück mit dem Bus und machten uns auf zum Orchid Garden. Mit dem Bus kamen wir schnell zu unserem Ziel, aber der Orchid Garden war zugegeben nicht das, was wir uns darunter vorgestellt hatten. Die Orchideen steckten alle noch in Kulturtöpfen.
Weiter machten wir uns auf zum Merdeka Square. Hier steht der angeblich höchste Fahnenmast der Welt. Außerdem findet man hier vor dem National Museum das I Love KL Zeichen, das natürlich von jedem Touri mitgenommen wird.
Um in der drückenden Hitze ein schattiges Plätzchen zu finden entschieden wir uns für ein Picknick im KLCC Park. Begrüßt wurden wir hier wieder von einer riesigen Shopping Mall. Hier gibt es vom 7 Eleven bis Gucci einfach alles.
Angekommen im Park befanden wir uns in einer grünen und ruhigen Oase. Auch wenn wir noch nicht in New York waren, stellen wir uns so in etwa den Central Park vor nur wesentlich größer. Hier ließen wir uns nieder und hatten auch einen super Ausblick auf die Petronas Towers. Gerne hätten wir uns mitten auf die Wiese gesetzt, doch leider war dort alles abgesperrt, die vielen Bänke und Sitzmöglichkeiten boten aber noch Platz für unser Picknick. Eine Abkühlung war zum Greifen nah. Ein Wasserparadies für kleine Kinder, dass uns nicht lange warten ließ unsere Füße abzukühlen. Doch so schnell wir drin waren, umso schneller wurden wir wieder von der Security hinaus gepfiffen. Hier dürfen nur Kinder plantschen und baden!
Gegen Abend machten wir uns wieder Richtung Bukit Bintang und aßen erneut auf der Jalan Alor. Da es unser letzter Abend in KL war, zog es uns noch auf die Changkat Bukit Bintang, die direkt nebenan lag. Hier landeten wir in einem Irish Pub (Healy Mac’s). Blond und Bier trinkend wurden wir von einem Deutschen und einem Schweizer direkt als deutsche erkannt. Die beiden gesellten sich zu uns und versorgten uns noch mit hilfreichen Tipps für die Weiterreise. Dank des netten Kellners mit Zahnlücke, waren die Drinks umsonst. So verging ein Whiskey Sour nach dem anderem und wir verpassten schließlich die letzte Bahn.

Ein Glück das Taxifahren hier so günstig ist und wir auch noch einen lustigen Taxifahrer erwischt haben.
Wieder versöhnt mit KL konnten wir uns am nächsten Tag auf in die Cameron Highlands machen.

















